[Review] Fitbit Charge & Fitbit Charge HR

Heute mal ein super untypisches Thema für den Blog: Fitness! Nicht ganz so unüblich, aber seltener vertreten als ich es gerne hätte: Gadgets. Und kombiniert ergibt das? Richtig, Fitnessgadgets. In diesem konkreten Fall geht es um das „Charge“ Fitness-Armband von FitBit.

Wieso ein Fitness-Armband?

Seit knapp 4 Monaten bin ich nun schon Besitzerin eines Fitness-Trackers in Armband-Form. Wenn man sich andere Beiträge meines Blogs durchgelesen hat, dann wird man recht schnell feststellen dass Fitness und gesunde Ernährung mich garantiert nicht zu dieser Figur gebracht haben. Bisher hatte ich also mit viel Bewegung, (richtiger) gesunder Ernährung und auf Kalorien achten nicht so viel am Hut. Da mir aber klar war, dass sich endlich etwas ändern muss, musste eine Veränderung her.

Seitdem ich denken kann, war ich übergewichtig. Schon als Kind habe ich kaum gewusst was ein Hungergefühl ist, und einfach immer in mich reingestopft. Dann kam eine Phase in der Pubertät, in der ich mit genug Sport und einigermaßen gesunder Ernährung einiges abgenommen habe. Natürlich hat das nicht lange angehalten und schwupps, hatte ich die Kilos wieder auf den Rippen.
Dass es funktionieren kann, das wusste ich also. Man muss nur willens genug sein und der berühmte Schalter muss sich umlegen.

Der erste (und drastische) Schritt in die richtige Richtung war diesmal, mir ein Fitness-Armband zuzulegen. Da mein Bester aka Mitbewohner sehr interessiert an Fitness ist, haben wir uns beide zusammen auf die Suche nach einem geeignetem Model gemacht. Sollte es FitBit, Jawbone oder doch etwas ganz anderes werden? Und dann gibt es ja noch verschiedene Modelle!
Nach unzähligen Reviews haben wir uns dann im Laden das Fitbit Charge HR bzw. das Charge für mich, angesehen.
Hier findet ihr übrigens das Charge auf der Website von Fitbit, dort seht ihr noch einmal alles im Überblick.

Auf den ersten Blick erscheinen die Geräte natürlich etwas teuer. Das Fitbit Charge kostet um die 100 € (hier bei Amazon z.B.) und das Fitbit Charge HR gibt es bei Amazon schon für rund 120€.
Für den Preis erhält man ein Armband (hier habe ich nur nach der schwarzen Variante gesehen) und die dazugehörige, sehr umfangreiche App und das Dashboard am PC. Wenn man das Angebot mit Weight Watchers vergleicht (dem Onlineprogramm mit App!) dann hat man beim Charge nach 6 Monaten den Preis wieder drin. Wenn man mit dem Armband richtig umgeht, dann hat man sogar viel länger etwas davon als nur 6 Monate.

Die Fakten zum Fitbit Charge bzw. Fitbit Charge HR:

– Erhältlich in jeweils 4 Farben
– Mit Display; so können auch ohne App und Synchronisation die Uhrzeit, Schritte, Distanz, Stockwerke, die verbrauchten Kalorien und der nächste Wecker angezeigt werden. Beim Charge HR wird natürlich auch der Puls angezeigt. Die Reihenfolge der Anzeige kann in der App geändert werden.
– stummer Alarm per Vibration, kann in der App eingestellt werden
– Anrufer-Anzeige, wenn das Fitbit permanent per Bluetooth gekoppelt ist
– Geladen werden die Armbänder per mitgeliefertem USB-Kabel am PC
– Man kann sich wöchentliche und tägliche Zusammenfassungen per E-Mail senden lassen
– die App nutzt Notifications um euch per Smartphone zu motivieren. („Nur noch x Schritte bis zum Tagesziel!“)
– das Armband vibriert, wenn man sein Hauptziel (z.B. Kalorienverbrauch) erfüllt hat
– wenn man den Button am Armband länger gedrückt hält, werden Trainings aufgezeichnet
– der Akku hält zwischen 5-7 Tage, beim HR ist der Akku logischerweise schneller leer (3-5 Tage)

Was tut das Armband nicht?

– anders als z.B. das Up3 von Jawbone kann es keine Schlafphasen messen, sondern nur unruhig oder wach. Dementsprechend kann es nicht in leichten Schlafphasen wecken, sondern nur zu vorgegebenen Uhrzeiten
– es ist nur Spritzwasser-geschützt und sollte nicht ins Wasser getunkt werden.

Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt vor allem in der Pulsmessung, welche nur beim Charge HR gegeben ist. Das HR steht in dem Fall für Heart Rate = Puls.
In der Optik unterschieden sich die beiden Armbänder nur minimal; die Struktur und der Verschluss sind anders. Dazu seht ihr euch am besten die Bilder an:

FitbitArmband
Fitbit Charge HR
FitbitArmband1
Fitbit Charge

Was kann die App bzw das Dashboard:

Die App und das Dashboard zeigen euch alle Informationen an, die das Fitbit aufgezeichnet hat. Die Fakten werden übersichtlich zusammengestellt.
Dort könnt ihr ebenfalls euer Profil ausfüllen, eure verdienten Abzeichen ansehen, Wecker einstellen und Benachrichtungen ändern.

fitbitapp

Ihr seht hier in den Screenshots die Ansicht in der App. Oben seht ihr das Gerät, den Ladestand und wann das Gerät zuletzt synchronisiert wurde. Das Ausrufezeichen steht dort, wenn die App gerade keine Verbindung zum Internet hat.
Darunter findet ihr eure Ziele wie Schritte, verbrannte Kalorien, die zurückgelegte Strecke usw. Die einzelnen „Reiter“ könnt ihr euch in der App verschieben wie ihr mögt, so dass sie nach eurer beliebigen Reihenfolge angezeigt werden.
Manche Sachen wie getrunkene Liter, aktive Minuten und wieviele Stunden ihr mit mehr als 250 Schritten gelaufen seid, werden nur in der App angezeigt und nicht auf dem Armband.

Wenn ihr den Button des Fitbit Charge gedrückt haltet und ein Training aufzeichnet, wird es hier in der App angezeigt. Ebenso seht ihr, wieviele Kalorien ihr zu euch genommen habt und wieviele ihr verbraucht habt. Je nachdem, ob ihr einen Gewichtsplan eingestellt habt, sagt euch die App, wieviele Kalorien ihr euch noch zuführen dürft.
Mit einem Klick auf die Kalorienanzeige könnt ihr die Lebensmittel eingeben.

Die Lebensmitteldatenbank ist umfangreich und kann von den Usern erweitert werden. Die Kalorien können entweder manuell eingegeben werden, die Lebensmittel in der Datenbank gesucht werden oder per Barcode gescannt werden. Manchmal sind die Produkte in der Datenbank ein wenig umständlich eingetragen. So muss man nach „Äpfel“ statt „Apfel“ suchen. Alles in allem bin ich aber damit zufrieden.

Mein Fazit:

Ich war nie die Trägerin einer Armbanduhr, diese haben mich immer gestört. Aber das Fitbit Charge trage ich ohne Probleme seitdem ich es gekauft habe Tag und Nacht.
Bisher habe ich noch keine zuverlässige Methode entdeckt, das Armband hinters Licht zu führen und Schritte zu erschummeln, was ich sehr gut finde.
Viele haben mir gesagt dass die anfängliche Begeisterung sich bald in Luft auflösen würde und die Motivation, Lebensmittel und Essen einzugeben, sich bestimmt auch legen würde.
Nach vier Monaten muss ich sagen, dass ich natürlich manchmal denke ob das jetzt wirklich sein muss, aber ja, ich mache es immer noch. Immerhin habe ich das Armband gekauft um damit ein gesünderes Gewicht zu erreichen, dann muss ich natürlich auch etwas dafür tun.
Der Faktor der Motivation, jetzt doch noch aufzustehen und noch ein bisschen spazieren zu gehen nach dem Abendessen, der ist immer noch da. Ich sehe immer noch die Schritte und denke mir: „Komm, da kannst du noch etwas raus holen!“ oder freue mich, wenn der lange Shoppingtag eben doch einiges an Kilometern abverlangt hat 😉
Natürlich ist man nicht mehr so aufgeregt wie am ersten Tag und schaut nicht mehr dauernd nach den Schritten, aber zufrieden bin ich allemale. Für mich hat sich das Armband jetzt schon gelohnt und mir fehlt auch keine Funktion. Man sollte sich natürlich vorher schon überlegen was man alles braucht, damit man nicht enttäuscht wird.
Das Fitbit Charge ersetzt natürlich keine Smartwatch, es ist wirklich nur ein Fitness-Tracker mit einem Display. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Von mir gibt es für das Fitbit Charge genau alle 5 Kirschblüten, da ich super zufrieden bin!
fuenf

 

Habt ihr auch ein Fitness-Armband? Wenn ja, welches? Falls ihr keins habt: Habt ihr schonmal darüber nachgedacht?
Falls ihr noch Fragen habt: Rein damit in die Kommentare! 🙂

3 Comment

  1. Ich find sowas ja auch cool, aber ich würde so gern was mit Aufzeichnung für unterwegs machen. Also, dass ich sehe wo ich entlang gelaufen bin…

    Ich finds klasse, dass du dran bleibst =)

  2. […] Angefangen hat die Reise dieses Mal (ja, dieses Mal!) circa im Februar. Ich überlegte eine Weile, mir einen Fitnesstracker zu zulegen. Wie ihr wahrscheinlich wisst, habe ich das dann auch getan und schon eine Review darüber geschrieben (nämlich hier). […]

  3. Gott, ich war schon ewig und drei Tage nicht mehr auf anderen Blogs unterwegs. Das letzte Jahr war für mich so richtig Anti-Blog irgendwie.
    Aber so gibts jetzt wenigstens viel Neues zu entdecken. ^^

    Ich habe mir vor zwei Wochen das Fitbit Charge 2 geholt.
    Ursprünglich eigentlich nur, weil ich meinen Schlaf tracken wollte, um zu sehen, ob ich wirklich soviel wach liege, wie ich immer denke. Leider glaubt das Armband gerne mal, dass man schläft, wenn man eigentlich wach ist und nur ruhig liegen bleibt, um den Männe nebendran nicht zu wecken. Insofern erfüllt es seinen ursprünglich angedachten Zweck nur so einigermaßen.
    Dafür animiert es aber doch dazu, sich öfter mal ein bisschen zu bewegen. Bei einem Bürojob bleibt man ja doch viel zu gerne einfach mal stundenlang sitzen und rührt sich nicht vom Fleck. So bekommt man das (auch ohne Benachrichtigungen, denn ich brauche kein überfallartiges Vibrieren am Handgelenk) vor Augen geführt und hebt dann doch öfter mal den Hintern hoch.
    Und es motiviert einen dazu, seine bisherigen Werte zu toppen. Nicht täglich, aber grundsätzlich will man sich ja steigern.

    Kalorien zählen ist allerdings nix für mich. Ich probiere es momentan wieder mit Low Carb. Das hat 2014 immerhin schon 13kg runter gebracht. Ich hätte da eben nur durchhalten müssen.

    LG
    Pingu

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